Brennholzbestellung für 2020

Allgemeines

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 28. Januar 2020:
Wie bereits in der Sitzung vom 03.12.2019 erläutert Herr Schiller anhand von Bildern den schlechten Allgemeinzustand der Bäume im Gemeindegebiet. Der Forstamtmann erklärt, dass eine Vielzahl der Bäume aufgrund der Hitzewelle 2018 und des Sturms 2019 deutlich angeschlagen sind. Zusätzlicher Schädlings- und Pilzbefall tragen ihren Teil zur Verschlechterung der Situation bei. Die wohl größte Aufgabe für die Waldarbeiter besteht aktuell darin, den Wald wieder „sicher“ gangbar zu machen. Primäre Gefahrenquelle ist das sogenannte Totholz. Ganze Bäume drohen bis heute umzufallen bzw. abgestorbene Äste können aus den Baumkronen herunterfallen. Ferner gibt Herr Schiller zu verstehen, dass er dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach Brennholz nachgehen will. Aufgrund des drastisch erhöhten Arbeitsaufkommens, sieht er sich jedoch nicht in der Lage die Bereitstellung mit dem nötigen Aufwand zu koordinieren. Sein Vorschlag, ihm eine „Hilfskraft für den Bereich Holzselbstwerber“ zur Seite zu stellen, wird im Gremium positiv gesehen. Eine Hilfskraft könnte Zu- und Koordinierungsarbeiten für Herrn Schiller übernehmen, um so zumindest einen Teil des Brennholzbedarfs in der Bürgerschaft abzudecken. Eine Bereitstellung der gewohnten Mengen an Hartholz wie in den vergangenen Jahren, ist aufgrund eingangs dargestellter Problematik nicht möglich.

Auch der Verkauf von „Blitzholz“ kann eine zusätzliche Brennholzversorgung darstellen. Beim „Blitzholz“ handelt es sich um Stämme mit Schädlingsbefall (z.B. Borkenkäfer), welche sich noch im Larvenstadium befinden und somit schnellstmöglich aus dem Wald herausgebracht werden sollen/müssen.

Zudem wird an die örtlichen bzw. überörtlichen Brennholzverkäufer, als weitere Möglichkeit zur Deckung des Brennholzbedarfes in Form von Sterholz verwiesen.
Ferner geht Herr Schiller darauf ein, dass eine Vergabe der geringen Brennholzbestände nicht nach dem „Windhundprinzip“ erfolgen kann. Vielmehr gilt es verschiedene Punkte bei der Vergabe gegeneinander aufzuwiegen u.a.:
-wo liegt das Holz (ggf. eingeschränkte Anfahrt, erschwerte Bedingungen beim Schneiden)
-Angezeigter Bedarf – tatsächliches Holzaufkommen
-bis wann muss das Holz aufbereitet sein (z.B. beim Blitzholz)

Wir möchten an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass aufgrund der geringen Brennholzbestände damit zu rechnen ist, dass nicht alle eingehenden Bewerbungen berücksichtigt werden können. Die Einschätzung und Zuteilung des Brennholzes obliegt bis auf weiteres der Gemeinde Johannesberg in Zusammenarbeit mit dem Revierleiter Herrn Volker Schiller bzw. der Hilfskraft. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Hier finden Sie ein Video von Volker Schiller im Interview mit PrimaveraTV zu den Schäden in unseren Wäldern.


Hilfskraft
In Person von Herrn Richard Eisert konnte kurzfristig die benötigte Unterstützung gefunden werden.

Es gelten folgende Kriterien
Bis auf weiteres kann kein Verkauf von Sterholz (an den Forststraßen zum Abtransport bereitgelegte, gespaltene und gestapelte 1 m lange Holzstücke) stattfinden.

Die Holzpreise werden ab dem 01. Januar 2020 wie folgt angepasst:

Langholz (Hartholz)                55 EUR/fm (unverändert)

Langholz (Weichholz)            30 EUR/fm

Selbstwerberholz1                   je nach Art und Lage

„Blitzholz“2                                     ca. 20 EUR/fm

 1Der endgültige Preis für das Selbstwerberholz (unaufbereitet liegende Bäume bzw. Teile von Bäumen im zugewiesenen Waldstück.) wird abschließend durch die Gemeinde Johannesberg in Zusammenarbeit mit Herrn Schiller festgelegt. Das Selbstwerberholz muss nach Zuteilung innerhalb von vier Monaten aufgearbeitet und bis zum 31. Oktober des laufenden Jahres abgefahren werden. Plastikplanen dürfen nicht mehr zum Abdecken der Stapel genutzt werden.

2Der endgültige Preis für das Blitzholz (Holz mit z.B. Borkenkäferbefall) wird abschließend durch Herrn Schiller festgelegt. Die Zuteilung ist zwingend an die kurzfristige Aufbereitung durch den Selbstwerber (inkl. Abfahrt aus dem Wald) gekoppelt. Die jeweilige Frist wird durch Herrn Schiller festgelegt und kann u.a. bei lediglich ein bis zwei Tagen liegen!

Alle Preise verstehen sich inklusive Umsatzsteuer.

Holzbestellung

Bestellformulare können Sie hier herunterladen oder persönlich im Rathauserhalten . Das ausgefüllte und unterschriebene Bestellformular können Sie uns dann

  • per Fax (06021/3485-20),
  • per E-Mail (info@johannesberg.de) zukommen lassen oder
  • werfen es in den Briefkasten am Rathaus
  • bringen es persönlich im Rathaus vorbei.

Auf dem Bestellformular kann die gewünschte Menge eingetragen werden. Wir versuchen den Wünschen bestmöglich gerecht zu werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass Sie sich auf die Liste für „Blitzholz“-Bestellungen aufnehmen lassen. Bitte beachten Sie dabei die entsprechenden Kriterien und bewerben Sie sich nur, wenn Sie die knappen Fristen in der Regel einhalten können.

Meldefristen

Wir bitten um Verständnis, dass bereits eingereichte noch offene Bestellungen derzeit nicht berücksichtigt werden können. Die Meldefrist für Holzbesteller im Sinne der aktuellen Kriterien endet am Freitag, 06. März 2020.

Unfallverhütungsvorschriften

Als Selbstwerber und Werber von Langholz kann nur berücksichtigt werden, wer einen Motorsägelehrgang in Theorie und Praxis nachweisen kann. Die Teilnahmebestätigung ist der Gemeindeverwaltung in Kopie vorzulegen, sofern nicht bereits in den Vorjahren geschehen.