"In der heutigen medienorientierten Welt, ist es wichtig,
Kindern und Jugendlichen einen Raum zum Leben zu geben."
... deshalb möchten wir mit unserem Abenteuerspielplatz die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen (Kids) unserer Gemeinde aufgreifen und bedürfnisorientiert arbeiten. Im Folgenden wollen wir Grundfragen und Grundbegriffe bezüglich des Abenteuerspielplatz stellen und versuchen zu beantworten.
Sofort stellt sich die Frage, welche Bedürfnisse die "Kids" in der heutigen Zeit noch haben könnten?
Es sind aus unserer Sicht und aus der pädagogischen Perspektive keine materiellen Bedürfnisse, die "Kids" benötigen.
Es sind Bedürfnisse wie
- das Ausleben der eigenen Interessen,
- das Verlangen nach Ausgleich zum Alltag,
- das Ausprobieren der eigenen Stärken und Schwächen,
- Zuneigung,
- Akzeptanz,
- Wertschätzung,
- Anerkennung,
- Selbständigkeit,
- Bewegungsfreiheit,
- das Einbringen und Sammeln eigene Erfahrungen oder
- der Austausch von Meinungen.
Was bedeutet in diesem Zusammenhang bedürfnisorientiert?
Definition: Die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen sollen objektiv (sachlich, neutral, unvoreingenommen) und subjektiv (persönlich, individuell) wahrgenommen und umgesetzt werden.
Ebenso sind auch unsere eigenen Bedürfnisse in der Kinder- und Jugendarbeit zu bedenken!
Jedes Teammitglied sollte über die unten aufgeführten Eigenschaften verfügen, und in der Zeit der Vorbereitungsarbeit genügend Unterstützung leisten um den reibungslosen Ablauf des Abenteuerspielplatzes zu gewährleisten.
Ebenso sind auch unsere eigenen Bedürfnisse in der Kinder- und Jugendarbeit zu bedenken!
Jedes Teammitglied sollte über die unten aufgeführten Eigenschaften verfügen, und in der Zeit der Vorbereitungsarbeit genügend Unterstützung leisten um den reibungslosen Ablauf des Abenteuerspielplatzes zu gewährleisten.
- Kreativität
- Planung
- Selbständigkeit / Teamarbeit
- Verantwortung
- Organisation
- Outdoor (nach draußen gehen)
Dabei sind die drei Säulen der Erlebnispädagogik für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr wichtig:
- Selbstbestimmung / Eigenständigkeit
- Freiwilligkeit
- Ehrenamtlichkeit
Was meinen diese drei Säulen der Erlebnispädagogik konkret?
- Freiwilligkeit
- Anwesenheit
- Teilnahme an Angeboten
- freie Zeiteinteilung
Ehrenamtlichkeit
- Verantwortung
- Anerkennung
- Vermittlung von Werten und Normen
Eigentätigkeit
- Organisation
- Entscheidungen treffen
Um das Interesse an unserem Abenteuerspielplatz zu wecken, versuchen wir für eine Woche eine "Marktlücke" zu füllen. Aber was sind Marktlücken?
- Raum geben/ Ressourcen öffnen: Möglichkeiten für die eigene Entfaltung bieten, wie zum Beispiel Raum zur Begegnung mit Menschen mit Handicaps geben/ öffnen
- Beziehungsangebote /- arbeit: Für die "Kids" untereinander und zu den Betreuern (Hilfe zur Identitätsfindung)
- Personalangebote: Kinder merken lassen, dass man ein "offenes Ohr" hat; Beziehungen hegen, die nicht durch ein Leistungsangebot entstehen, also auch Zeit für die "Kids" nehmen
- Bedürfnisorientierung: Raum lassen für Gespräche (Freundschaften, Familie, Begegnungen); Objektive und Subjektive Lebenswelt (der körperlichen Entwicklung entsprechend)
- Selbstorganisation und Eigentätigkeit: den eigenen Horizont öffnen/ erweitern, Verantwortung für andere übernehmen, Mut zum Experimentieren geben (Selbständigkeit fördern), Selbst- / Grenz- / Körpererfahrungen
- Bildung als Handlungserfahrung: "Kids" in ihren Träumen unterstützen (solange sie erfüllbar sind), Erkundung der eigenen Vorstellungen, Animation/Motivation mit "passendem Thema"
- Gegenerfahrungen als Hilfe zur Selbstdefinition: man kann etwas gestalten & verändern, Erwachsenenrolle einüben(die Großen helfen den Kleinen), erste und ernste Aufgaben übernehmen, Gesellschaftliche Einmischungen (Gemeinde gibt Budget der Ausgaben vor)
In unserem Arbeitsfeld für die "Kids" im Alter zwischen 3- 15 Jahre ist es wichtig berufliche Kompetenzen zu decken.
- Fachliche Kompetenzen: "ein Profi sein"
- Fähigkeit mit den Rahmenbedingungen umzugehen
- Fähigkeit die Situation der jungen Menschen zu analysieren und zu bewerten
- Berufliches Fachwissen, sowie handwerkliche, musische und künstlerische Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen
- Menschliche Kompetenzen: "ein erkennbarer Mensch sein"
- Fähigkeit personenbezogen zu kommunizieren
- Selbstkongruenz = Selbstkritik
- Fähigkeit wirklichkeitsbezogen zu handeln
- Konflikte angstfrei wahrzunehmen/stellen
- zwischen Gegensätzen zu vermitteln
- Fähigkeit botschaftsbezogen mit Symbolen umzugehen (Mimik & Gestik)
Was sind Aufgaben und Merkmale von hauptamtlichen Betreuern?
- Ansprechpartner für "Kids", Eltern, Gemeinde und andere Betreuer sein
- organisieren und planen
- Übersicht behalten
- anfallende Arbeiten sehen und umsetzten
- Absprachen einhalten und durchführen
- Kinder und Jugendliche motivieren
- Öffentlichkeitsarbeit; z.B. Werbung im Mitteilungsblatt, Plakate, Abschlussfest
- zusammenarbeiten ("Teamarbeit")
- Fachwissen anerkennen
- zuverlässig sein (Anwesenheit, ...)
- Entscheidungen treffen
- Kritik aussprechen und annehmen können
- Wortwahl beachten
- Phantasien fördern
- sich mit dem Projekt identifizieren
- Freude und Engagement zeigen
- Bedürfnisse der "Kids" erkennen
- Konflikte bewältigen (Impulse für Lösungen geben)
- Beobachtungen mitteilen
- Aufsichtspflicht erfüllen
- Meinungen akzeptieren / überdenken / auswerten
- VORBILD SEIN
Warum nehmen wir Kinder und Jugendliche von 3- 15 Jahre?
Viele Ferienfreizeiten nehmen nur Kinder ab sechs Jahren, aber warum werden die drei bis fünf jährigen Kindergartenkinder (Kigak) ausgegrenzt? Viele Erwachsene unterschätzen die "Kleinen" bzw. denken, sie integrieren sich nicht in das Gruppengeschehen. Einige meinen, diese Altersgruppe erhalte keine ausreichende Betreuung bzw. bekommen kein altersspezifische (= altersentsprechende) Angebote und Beschäftigung.
Wir bieten seit 1999 den Beweis, dass die Integration dieser Altersgruppe gelingen kann. Wir bieten Bastelangebote, Spiele, Maltechniken, Faltarbeiten, Sonderaktionen und auf die "Kleinen" abgestimmte Beschäftigungen an. Sie werden genauso gut (meist noch besser) betreut und beschäftigt wie die "Großen". Wir versuchen allen Altersklassen gerecht zu werden und entwickeln ein "passendes Programm", dass ihrem Alter und ihrer Entwicklung (geistig & körperlich) entsprechend zur Beschäftigung angeboten wird.
Wir bieten seit 1999 den Beweis, dass die Integration dieser Altersgruppe gelingen kann. Wir bieten Bastelangebote, Spiele, Maltechniken, Faltarbeiten, Sonderaktionen und auf die "Kleinen" abgestimmte Beschäftigungen an. Sie werden genauso gut (meist noch besser) betreut und beschäftigt wie die "Großen". Wir versuchen allen Altersklassen gerecht zu werden und entwickeln ein "passendes Programm", dass ihrem Alter und ihrer Entwicklung (geistig & körperlich) entsprechend zur Beschäftigung angeboten wird.
Warum haben wir so eine hohe Betreuerzahl?
Im Jahr 1999 bestand das A-Team aus nur 13 Betreuern. Durch ehrenamtliche Helfer konnten wir nach einiger Zeit feststellen, dass diese Betreuerzahl nicht ausreichend für die Anzahl der Kinder (150) war. Im zweiten Jahr konnten wir die Betreuerzahl auf 16 Hauptamtliche erhöhen, hatten aber auch eine ansteigende Kinderzahl von 30 Kindern (180). Ab 2001 bestand das A-Team erstmals aus 20 "festen" Betreuern. So konnte die pädagogische Arbeit mit ca. 200 Kindern bewältigt werden. Im Jahr 2002 waren es sage und schreibe 22 Betreuer, aber auch wie in den Jahren zu vor stieg die Kinderanzahl auf ca. 220 Kinder an.
Nach einem Leitungswechsel im Jahr 2003, stellte sich das A-Team aus 18 Betreuern zusammen, wobei über die meisten von ihnen Neueinsteiger waren. Da die Kinderzahl in diesen Jahr nicht gesunken ist, war die Betreuerzahl zu wenig, so dass am Nachmittag noch zwei ehrenamtliche Helfer dazu kamen. Auch im Jahr 2004 besuchten sehr viele Kinder (ca.230 Kinder) den Abenteuerspielplatz mit 20 Betreuern.
Durch die Jahre lange Erfahrung konnten wir feststellen, dass eine Betreuerzahl von 20 Betreuern sehr gut ist, um das Konzept umzusetzen und allen Anforderungen, die uns die Kinder stellen, gerecht zu werden. Somit haben wir beschlossen mindestens 20 BETREUER zu beschäftigen, damit die Kinderzahl nicht irgendwann eingeschränkt oder reduziert werden muss.
Nach einem Leitungswechsel im Jahr 2003, stellte sich das A-Team aus 18 Betreuern zusammen, wobei über die meisten von ihnen Neueinsteiger waren. Da die Kinderzahl in diesen Jahr nicht gesunken ist, war die Betreuerzahl zu wenig, so dass am Nachmittag noch zwei ehrenamtliche Helfer dazu kamen. Auch im Jahr 2004 besuchten sehr viele Kinder (ca.230 Kinder) den Abenteuerspielplatz mit 20 Betreuern.
Durch die Jahre lange Erfahrung konnten wir feststellen, dass eine Betreuerzahl von 20 Betreuern sehr gut ist, um das Konzept umzusetzen und allen Anforderungen, die uns die Kinder stellen, gerecht zu werden. Somit haben wir beschlossen mindestens 20 BETREUER zu beschäftigen, damit die Kinderzahl nicht irgendwann eingeschränkt oder reduziert werden muss.
Welche Beschäftigungsangebote bieten wir an?
Baustelle
Kreativwerkstatt
Künstleratelier
Verkleidungsecke
Theatergruppe
Modellierecke
Singgruppe
Tanzgruppe
Spielegruppe
Kreativwerkstatt
Künstleratelier
Verkleidungsecke
Theatergruppe
Modellierecke
Singgruppe
Tanzgruppe
Spielegruppe
Warum möchten wir keine Eltern auf dem Platz ?
Kinder verhalten sich stets anders, wenn die Mama oder der Papa dabei sind. Dadurch, dass Eltern sich nicht auf dem Platz befinden, lernt das Kind mit vielen Situationen anders umzugehen.
Eltern nehmen ihren Kindern oft Aufgaben ab oder trauen ihren Kindern zu wenig zu, wie zum Beispiel beim Basteln, Schneiden, Malen, Hämmern oder Sägen. Eltern beantworten nur zu gerne für ihre Kinder Fragen wie z.B.: "Wie heißt du denn?"
Kinder bauen schneller Kontakt und Vertrauen zu den Betreuern auf, sie sind schneller offen und die anfängliche Zurückhaltung wird schneller abgelegt. Somit fördern wir die Kontaktfähigkeit, auch zu anderen Kindern.
Ohne Eltern können sich Kinder freier entfalten, äußern eigene Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle, wobei die Selbständigkeit gefördert wird. Sie "müssen" sich unterhalten/sprechen um sich mitzuteilen – und die Kommunikation wird gefördert. Außerdem wird die Problembewältigung durch eigene Ideen, Lösungsmöglichkeiten und Kooperation geschult
Verantwortung jeglicher Art wird auf die "Kids" übertragen, egal ob großes oder kleines Kind. Selbständigkeit wird gefördert und das Selbstbewusstsein wird gestärkt.
Ferner erfahren sie die Regeln, die in einer Gemeinschaft notwendig sind leichter und halten sie ein, zeigen Respekt und Toleranz gegenüber ihren Mitmenschen (Kinder sind offener, ehrlicher, hilfsbereit, usw.).
Kinder sind Kreativ man muss nur Anreize bieten, Eltern engen oft den Freiraum hierzu ein.
Eltern nehmen ihren Kindern oft Aufgaben ab oder trauen ihren Kindern zu wenig zu, wie zum Beispiel beim Basteln, Schneiden, Malen, Hämmern oder Sägen. Eltern beantworten nur zu gerne für ihre Kinder Fragen wie z.B.: "Wie heißt du denn?"
Kinder bauen schneller Kontakt und Vertrauen zu den Betreuern auf, sie sind schneller offen und die anfängliche Zurückhaltung wird schneller abgelegt. Somit fördern wir die Kontaktfähigkeit, auch zu anderen Kindern.
Ohne Eltern können sich Kinder freier entfalten, äußern eigene Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle, wobei die Selbständigkeit gefördert wird. Sie "müssen" sich unterhalten/sprechen um sich mitzuteilen – und die Kommunikation wird gefördert. Außerdem wird die Problembewältigung durch eigene Ideen, Lösungsmöglichkeiten und Kooperation geschult
Verantwortung jeglicher Art wird auf die "Kids" übertragen, egal ob großes oder kleines Kind. Selbständigkeit wird gefördert und das Selbstbewusstsein wird gestärkt.
Ferner erfahren sie die Regeln, die in einer Gemeinschaft notwendig sind leichter und halten sie ein, zeigen Respekt und Toleranz gegenüber ihren Mitmenschen (Kinder sind offener, ehrlicher, hilfsbereit, usw.).
Kinder sind Kreativ man muss nur Anreize bieten, Eltern engen oft den Freiraum hierzu ein.
Warum benötigen wir Regeln auf dem Abenteuerspielplatz?
Gewisse Regeln muss es geben damit WIR (Betreuer) den Überblick behalten. Regeln erleichtern uns den Umgang und die Zusammenarbeit mit den Kindern. So können wir Schäden, Unfälle und Verletzungen vermeiden.
Diese Regeln sind:
Diese Regeln sind:
- Nicht über die Absperrung (Flatterband) gehen = Nicht das Gelände verlassen
- Immer An- und Abmelden
- Mit Glasflaschen nicht in den Wald
- Leere Flaschen zurückbringen
- Werkzeug richtig benutzen
- Kein Mühlbergwerkzeug mit in den Wald nehmen
- Vorsicht gegenüber Wespen oder anderen gefährlichen wirkenden Tieren
- Keine Nägel in die Bäume schlagen
- Immer Nägel vom Boden aufheben
- Nägel in / an den Brettern immer umschlagen
- Keine Stöcke ins Feuer halten und dann damit herum laufen
- Kopfbedeckung tragen wenn es warm ist
- Müll richtig entsorgen (Mülleimer stehen da)
- Keine Gewalt, wie z.B. hauen, treten, beißen oder petzen
Jeder Betreuer ist dabei Ansprechpartner.
Auch wollen wir, dass die Kinder grundlegende Verhaltensweisen im Umgang mit Mensch, Ding und Natur erlernen.
Auch wollen wir, dass die Kinder grundlegende Verhaltensweisen im Umgang mit Mensch, Ding und Natur erlernen.
- Keine Bäume und / oder Tiere verletzten
- Immer Gemeinsam Aufräumen
- Wasser sparsam verwenden
- Buttons immer tragen
- Große Kinder sollen auf die Kleinen Rücksicht nehmen, helfen und Vorbild sein
- Und, und, und ....
Was macht die Gemeinde/ welche Aufgaben hat oder übernimmt diese?
- Sie stellt den Platz (Mühlberggelände) zur Verfügung.
- Sie ist der Sponsor (Träger), plant uns im Jahreshaushalt ein.
- Sie unterstützt unsere Vorhaben, z.B. freie Themenauswahl.
- Sie besorgt Holz, Dixis, ...
- Sie versorgt uns jeden Tag mit sauberem Wasser
- Sie ist für die Medienarbeit zuständig (Gemeindeblättchen), damit wir den Eltern Informationen zukommen lassen können
- Sie stellt die Zelte.
- Sie bietet einen Abstellplatz für die Bauwagen (Deponie).
- Sie stellt den Jugendraum zur Teamsitzung
- Und, und, und ...
Wir arbeiten nach REGGIO- Pädagogik! Doch was ist/ heißt das?
Reggio ist eine Stadt in Italien. Der Gründer der Reggio-Pädagogik ist Dr. Loris Malaguzzi geb.1920, verst. 1994.
Die wesentliche Grundlage der Reggio- Pädagogik ist die Kommunikation aller am Erziehungsprozess beteiligter Personen. Durch ständige Anpassung von Theorie und Praxis ist es eine lebendige Pädagogik, d.h. wenn ein Problem auftritt, wird es überdacht und ein neuer Ansatz gesucht und ausprobiert. "Es heißt nicht: Wir machen dass schon immer so, und deswegen verändern wir nichts!"
Der Abenteuerspielplatz soll kein "Parkplatz oder Abstellgleis" für daheim gebliebene Kids sein, sondern eine Einrichtung, in der die Kinder etwas lernen und sich bilden. Es soll ein Ort sein, wo die Kinder forschen, hinterfragen, entdecken und Dinge überprüfen dürfen. Es entwickelt sich eine Beziehung, die auf gegenseitiger Achtung und Akzeptanz basiert.
Die wesentliche Grundlage der Reggio- Pädagogik ist die Kommunikation aller am Erziehungsprozess beteiligter Personen. Durch ständige Anpassung von Theorie und Praxis ist es eine lebendige Pädagogik, d.h. wenn ein Problem auftritt, wird es überdacht und ein neuer Ansatz gesucht und ausprobiert. "Es heißt nicht: Wir machen dass schon immer so, und deswegen verändern wir nichts!"
Der Abenteuerspielplatz soll kein "Parkplatz oder Abstellgleis" für daheim gebliebene Kids sein, sondern eine Einrichtung, in der die Kinder etwas lernen und sich bilden. Es soll ein Ort sein, wo die Kinder forschen, hinterfragen, entdecken und Dinge überprüfen dürfen. Es entwickelt sich eine Beziehung, die auf gegenseitiger Achtung und Akzeptanz basiert.
Das Bild des Kindes in der Reggio- Pädagogik
Das Kind
- ist ein vollwertiges menschliches soziales Wesen mit eigner Identität und Kultur.
- verfügt über große Möglichkeiten, die meist nicht ausgeschöpft werden.
- strebt danach eigene Möglichkeiten zu entwickeln und zur Geltung zu bringen.
- schafft aktiv sein Wissen.
- ist ein Entdecker und Forscher.
- kann sich auf unterschiedliche Arten ausdrücken.
Kinder haben das Recht,
- ihre Potenziale zu verwirklichen und zu erweitern.
- ihre Lernbegierde zu befriedigen.
- Liebe und Vertrauen zu bekommen.
- akzeptiert zu werden (egal welche Handicaps).
- eine eigene Identität auszubilden.
Lernen mit Reggio heißt:
- Entdecken statt Darbietung
- Erfahren statt Erklärung
- Verstehen statt Erinnern
- Lebens-/Problemorientierung statt Sachsystematik
Die Rolle des Erwachsenen in der Reggio- Pädagogik:
- Besonderheiten und Eigenheiten der "Kids" verstehen
- beide Seiten suchen eine Lösung
- Organisieren und Strukturieren
- Kinder ermutigen
- Unterstützung beim SelbstFINDEN – SelbstERFAHREN – SelbstTUN
- sich Zeit nehmen für die "Kids"
- das Kind ist gleichrangig zum Erwachsenen
- das Kind benötigt Hilfestellungen, Solidarität und Unterstützung durch erwachsene Begleiter, KEINE BEVORMUNDER
© Abenteuerspielplatz 2005
Verfasser: Nadine Kopp, Rebecca Repp & Timo Koch
©2012 Gemeinde Johannesberg www.johannesberg.de




